Januar 11, 2024

Handball Union Freiburg präsentiert neues Trainerteam, sowie verändertes Ausbildungskonzept

Handball Union Freiburg präsentiert neues Trainerteam, sowie verändertes Ausbildungskonzept

Die Handball Union Freiburg startet ein ambitioniertes Ausbildungsprogramm und setzt hierfür mit Geschäftsführer Gerrit Bartsch und Tobias Buchholz (ehemals HGW Hofweier + TuS Ottenheim) ein neues Trainerteam zur kommenden Saison 2024/2025) ein. Mit Till Fernow (ehemals VFL Pfullingen) kommt ein zusätzlicher Verbindungstrainer hinzu.

Seit einigen Wochen feilt die sportliche Leitung um Geschäftsführer Gerrit Bartsch an der Weiterentwicklung der Handball Union Freiburg. Hierfür stellt der Macher eine fortlaufende zentrale Frage in den Vordergrund: „Wie kann die Handball Union Freiburg nachhaltig seine Spieler ausbilden, um nicht nur in die Oberliga Baden-Württemberg aufzusteigen, sondern sich dort zu etablieren?“ 

Die Handball Union Freiburg setzt schon seit einigen Jahren auf ein längerfristiges Ausbildungsprogramm, das gezielt die eigenen guten Nachwuchsspieler fördern und aufbauen soll. Das Ziel der Union ist, weiter aufzusteigen. Dies soll durch eine solide Basis mit gezielten Neuzugängen, die jung, hungrig und entwicklungsfähig sind, erfolgen. Außerdem sollen dann diese eigenen talentierten, gut ausgebildeten jungen Spieler, schnell an die erste Mannschaft herangeführt werden. 

Die Verantwortlichen der Union wollen sich jedoch auf den bisherigen Strukturen nicht ausruhen, sondern arbeiten stetig an der Weiterentwicklung und Optimierung ihres Ausbildungskonzeptes. Gerrit Bartsch hat hierzu eine klare Meinung: „Wir stellen immer wieder fest, dass vielen jungen Talenten die handballerischen Fähigkeiten fehlen“. Hier sieht der Unionsgeschäftsführer nicht nur Verbesserungsbedarf, was die Ausbildung der eigenen Mannschaft betrifft, sondern auch ein grundlegendes Problem: „Die Union kann sich glücklich schätzen, so viele talentierte Spieler in Südbaden zu haben, obwohl Südbaden im Gegensatz zum Württembergischen und Nordbadischen Verband mit starken Leistungs-Zentren ein strukturelles Problem im Handball hat. Es gibt nicht mehr so viele gute junge Spieler wie vor einigen Jahren, da der Handball insgesamt an Anziehungskraft auf Kinder und sportlich begeisterte Jugendliche verloren hat. Es fehlt sowohl an Quantität als auch an Qualität“, so Bartsch. 

Überraschende Personalie mit Gerrit Bartsch

Deshalb möchte die Handball Union Freiburg mit einem „Neustart“ sowie einem neuen Trainerteam das Thema „Weiterentwicklung“ angehen. Die Personalie Gerrit Bartsch ist in diesem Kontext überraschend, ist er doch als Geschäftsführer der Handball Union Freiburg für andere Aufgaben verantwortlich. „Aus unternehmerischer Sicht war mir schnell klar, dass wenn wir ein neues Konzept anstreben wollen, ich als Geschäftsführer in die Verantwortung treten muss. Wir wollten auf der Trainerposition keinen Schnellschuss haben, vor allem wäre es für einen neuen Trainer mit einem neuen auferlegten Konzept unheimlich schwer“, so Gerrit Bartsch und ergänzt, „Ziel ist es, dass ich das Konzept in der Saison 2024/2025 einführe, vorlebe und etabliere. Sobald das erfolgt ist, möchte ich ab der Saison 2025/2026 wieder als Trainer in den Nachwuchsbereich zurückkehren:“ (Bartsch ist derzeit Trainer der A-Jugend des Stammvereins TSV Alemannia Freiburg Zähringen in der Oberliga Baden-Württemberg). „Wir führen für die Saison 2025/2026 auch schon Gespräche wie das Trainerteam aussehen kann.“ so Gerrit Bartsch weiter.

Bartsch hat sich für sein Vorhaben gleich doppelt Verstärkung geholt und mit dem Ortenauer Tobias Buchholz seinen Wunsch-Trainer an die Seite geholt. „Tobias und ich haben uns vor vielen Jahren bei der Trainerausbildung kennen gelernt und immer wieder lose Kontakt gehalten. Meistens trifft man sich im Ortenaukreis auch immer wieder in einer Sporthalle und tauscht sich aus. Daher habe ich den Weg von Tobias immer verfolgt. Ich kann sagen, dass Tobias fachlich top ist, viel Erfahrung hat und eine hohe Sozialkompetenz besitzt. Er wird bei den Spielern der Union sehr gut ankommen, da bin ich mir sicher. In der Konstellation ist auch für mich wichtig, dass Tobias älter als ich ist und eine andere Sichtweise/Perspektive haben wird. Kurz um, Tobias ist ein super Kerl, den ich unbedingt als Trainerpartner haben wollte. Daher freue ich mich sehr, dass er bei der Handball Union Freiburg zugesagt hat“, so Bartsch. Tobias Buchholz trainierte in den letzten sechs Jahren die Damen des TuS Ottenheim in der Südbadenliga, sowie Oberliga Baden-Württemberg. Vor dem TuS Ottenheim war Buchholz viele Jahre Trainer in verschiedenen männlichen Mannschaften beim HGW Hofweier, unter anderem ist er mit den Grün Weißen von der Südbadenliga in die Oberliga BW aufgestiegen. 

Ein weiteres neues Gesicht wird bei der Handball Union Freiburg Till Fernow sein. Fernow trainierte viele Jahre den Drittligisten VFL Pfullingen und ist mit seiner Familie vor einiger Zeit in die Nähe von Freiburg gezogen. „Till ist seit einem Jahr bei uns in der Handball Union Freiburg. Er hat sich aber bewusst im Hintergrund gehalten und einmal die Woche ein Fördertraining für unsere Talente in der C, B und A-Jugend absolviert. Ich konnte vor einem Jahr mit Till einen echten Glücksgriff machen, denn Till verfügt über einen unheimlichen Erfahrungsschatz und ist als Trainer sehr gut ausgebildet. Till wird als Trainer im Bereich „Individual/Kleingruppen“ für die Union Eins als auch U23 verantwortlich sein. Genauso wird er für uns Trainer im Bereich Mentoring ein wichtiger Ansprechpartner sein. Ich bin sehr glücklich, dass Till trotz seiner knappen Zeit zugesagt hat und die Handball Union Freiburg unterstützt.“ so Gerrit Bartsch.

Ausbildungskonzept 

In Personalunion Bartsch, Buchholz und Fernow wird es ab der Saison 2024/2025 ein gemeinsames Konzept im Trainingsalltag von der ersten Mannschaft, über die U23 bis zur A-Jugend geben. Neben dem Zugewinn an „Manpower“ für Individualtrainingseinheiten soll zudem die Eingliederung der jungen Talente der U23 in die Hauptmannschaft verbessert werden. Mit diesen wichtigen zusätzlichen Bausteinen wird die Handball Union zukünftig ihr Konzept von Individualtrainings weiter ausbauen. „Unser Ziel ist, unsere vielen guten Spieler und die jungen Talente der U23 zu verbessern und gezielt mit ihnen zu arbeiten und dies gezielt mit einem individuellen Fokus. Wir wollen von innen heraus wachsen und uns so immer weiter entwickeln und verbessern, auch im Hinblick auf die Südbadenliga 2024/2025“, so Bartsch weiter.  

Das ambitionierte Konzept der Union sieht daher zweimal in der Woche Einheiten für subjektive, an den einzelnen Spieler angepasste Fragestellungen und Trainingsmodule vor, um diese neben dem normalen Training ganz gezielt und individuell fördern zu können. Zudem können durch die zusätzliche Manpower und auch die Zusammenarbeit von Haupt- und Individualtrainern, Fragen zu Kaderzusammenstellung, Mannschaftsanliegen oder Spielstrategien optimal gelöst werden. 

Die Union hat mit solchen Individualtrainings bereits gute Erfahrungen mit ihren Torhütern gemacht. Der Torhütertrainer der Handball Union Freiburg, Detlev Frers, arbeitet schon länger mit gezielten Einzeltrainings. „Hier kann man gut sehen, wie wirkungsvoll es ist, wenn unsere Spieler gezielt gefördert werden“, so Gerrit Bartsch abschließend.

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