HU Freiburg – HSG Mimmenhausen/Mühlhofen 29:27

Vergangenes Wochenende ging es für die Jungs der Handballunion in der heimischen Jahnhalle im Freiburger Norden gegen die HSG Mimmenhausen/ Mühlhofen. Mit Blick auf die Tabelle eigentlich eine klare Sache, rangierten die Gäste vom Bodensee doch im unteren Tabellendrittel während die Hausherren weiterhin mit nur einem Minuspunkt vom Platz an der Sonne grüßten.

Doch schon das Hinspiel am Bodensee hatte gezeigt, dass sich die Mannen um Coach Jonas Eble gegen diesen Gegner schwer taten, man hatte dort erst in den letzten Minuten den knappen Sieg klargemacht.
Die Personalsituation war nach wie vor leicht angespannt, nachdem sich mit Patrick Schumacher ein eigentlich unverzichtbarer Spieler kurz vor dem letzten Spiel den Arm gebrochen hatte, kam nun auch noch Rückraumshooter Felix Bühler hinzu, der sich im Gesicht verletzt hatte und operiert werden musste. Darüberhinaus ist der rekonvaleszente Phillip Vogt weiterhin noch nicht einsatzbereit und wird auch für den Rest der Runde ausfallen. Trotz allem war die Zielvorgabe klar, alles andere als zwei Punkte in der eigenen Halle zu behalten kam nicht in Frage.

Das Spiel entwickelte sich aber dann leider wie im Voraus befürchtet. Die Zuschauer beobachteten ein sehr torreiches Duell auf Augenhöhe, da die Abwehr, wie im Hinspiel, absolut keinen Zugriff bekam und Mal um Mal nach zermürbenden Angriffsversuchen der HSG doch das Gegentor fiel. Im Angriff tat man sich nicht schwer und kam recht einfach zu eigenen Treffern und so stand nach 30 Minuten ein durchaus leistungsgerechtes 15:15. Absoluter Lichtblick an diesem durchwachsenen Tag war ein glänzend aufgelegter Moritz Schmidberger, der allein im ersten Durchgang mit acht Treffern für mehr als die Hälfte der eigenen Tore verantwortlich war.
Wie bereits erwähnt war das Problem aber eher in der Defensive zu suchen, daher war die Aufgabe für die zweiten 30 Minuten klar, nämlich kompakter zu stehen und weniger Tore zuzulassen. Diesmal starteten die Gastgeber dann auch konzentrierter, nach knapp zehn gespielten Minuten konnte man, abermals durch Moritz Schmidberger, einen sechs Tore Vorsprung markieren (22:16; 40. Min).

Gefühlt war die Messe damit gelesen, die Partie plätscherte danach ein wenig vor sich hin, da auch die Gäste nicht die Riesenmotivation zeigten, diesen Vorsprung wieder aufzuholen. Knappe fünf Minuten vor Schluss nahm die HSG allerdings noch eine Auszeit, kurze darauf verkürzte man auf drei Tore (56.) und es kam kurzzeitig wieder etwas Spannung auf. Am Ende kam der Impuls allerdings zu spät und so spielten die Hausherren ihren Vorsprung souverän herunter, der knapp aussehende 29:27 Sieg war dann dementsprechend nicht ganz leistungsgerecht.

Festzuhalten bleibt, dass die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen nach wie vor ein unangenehmes Pflaster für die Jungs der Union bleibt, auswärts wie auch daheim. Dennoch hatte man trotz der Ausfälle wichtiger Schlüsselspieler einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft und damit Aufstieg gemacht, großes Lob an der Stelle erneut an unseren Schmidi der am Ende des Tages mit 13 Treffern und (ausnahmsweise mal) hunderprozentiger 7m-Quote absoluter Garant für den Erfolg war.

Weiter gehts am nächsten Wochenende mit einem richtigen Kracher gegen den drittplatzierten TV Ehingen in deren eigener Halle, Anpfiff ist am Samstag um 20 Uhr in der Eugen-Schädler-Halle in Ehingen. Hier kann die Mannschaft den nächsten großen Schritt machen, allerdings wird die Aufgabe höchstwahrscheinlich ungleich schwerer als an diesem Wochenende, über zahlreiches Erscheinen und lautstarke Unterstützung würden wir uns daher wie immer freuen!

Johannes Hehn

Die Stimmen zum Spiel: 

Philipp Vogt:

Beim ersten Spiel nach Fasnacht kam mit Mimmenhausen der erwartet schwere Gegner. Ohne irgendetwas verlieren zu können spielte Mimmenhausen mit zum Hinspiel deutlich verbesserten Kader befreit auf und hielt das Spiel  in der ersten Halbzeit mehr als offen. (HZ 15:15)Fehlende Härte, das Zulassen leichter Tore in der Abwehr und eine zu geringe Abschlussquote führten am Ende dennoch zu einem knappen aber nicht unverdienten 29:27 Heimsieg. In der Trainingswoche  gilt es dies deutlich zu verbessern um kommenden Samstag in Ehingen den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu machen.

Patrick Schumacher:

Das war wohl das, was man als Pflichtsieg bezeichnet. Ein zähes Spiel mit einem  glücklichen Ende für uns. Das heißt nicht, dass ich bedenken hatte, dass die Führung irgendwann einmal zugunsten der HSG kippen könnte, jedoch haben wir uns schwer getan das Spiel zu gewinnen. Wie auch schon im Hinspiel hat die HSG gut mitgehalten und durch ein immer wieder langes Angriffsspiel Tore erzielt. 27 Gegentore daheim zu kassieren ist sehr viel, was jedoch vor allem unser Top aufgelegter Moritz Schmidberger im Angriff wieder relativierte. Letztendlich war es wie bereits angesprochen ein Pflichtsieg. Ich bin gespannt auf das Spiel in Ehingen und bin sicher, dass die Mannschaft dort nochmal einen Gang hochschalten wird.