Kommenden Samstag hat das lange Warten ein Ende und die Jungs der Handballunion starten endlich in die neue Runde. Nach der abgebrochenen vergangenen Saison mit nur einem Spiel startet die neu formierte Truppe aus Freiburg quasi jetzt erst so richtig in die „neue“ Mission Südbadenliga.

Kurzer Rückblick, wir erinnern uns – Anfang März 2020, in der Rückrunde der Landesligasaison, stand die Handballunion Freiburg souverän mit nur einem Verlustpunkt (Unentschieden gegen Dreiland) auf dem ersten Tabellenplatz. Darauf folgte das Auswärtsspiel beim Zweitplatzierten in Ehingen, wo man sang- und klanglos unterging (31:15) bevor die Saison coronabedingt abgebrochen und man am grünen Tisch zum Meister und damit auch Südbadenliga-Aufsteiger bestimmt wurde – seitdem ist einiges an Zeit vergangen und dementsprechend viel passiert.

Im Sommer 2020 wurde klar, dass man den letzten „großen“ Rivalen aus Freiburg, die HSG Freiburg, im Bunde der Handballunion, bis dahin bestehend aus den Stammvereinen Zähringen und Eintracht, aufnehmen würde, um damit endgültig den Standort Freiburg im Männerhandball zu stärken. Die darauffolgende Saison wurde wie erwähnt nach nur einem Spiel (Niederlage in Altenheim) abgebrochen und fand dementsprechend kaum statt, zudem konnte man daran auch den sportlichen Stellenwert der neuen Mannschaft noch überhaupt nicht abschätzen. Im Frühjahr diesen Jahres folgte dann die zweite gröbere Veränderung, als man etwas überraschend den Vertrag mit Aufstiegstrainer Jonas Eble auslaufen ließ und David Flaig als neuen Trainer vorstellte. Flaig, seines Zeichens ehemaliger HSG Spieler, kam vom THW Kiel, wo er die A-Jugend-Bundesligamannschaft betreut hatte (mehr Details siehe Porträt in diesem Heft). 

So geht nun eine komplett neu geformte Truppe mit einem neuen Trainer und dementsprechend neuer Philosophie das „Abenteuer“ Südbadenliga erneut an, auch dieses Jahr wird es eine zweigleisige Liga mit Nord- und Südstaffel geben.

Wie bereits angedeutet, sind seit dem letzten echten Rundenspiel gut eineinhalb Jahre vergangen, was es sehr schwierig macht die sportliche Situation einzuschätzen, sowohl in Bezug auf die eigene Truppe als auch in Bezug auf den gesamten regionalen Handball.

Zu Gast ist der TuS Oberhausen, seit jeher ein starker Gegner und seit drei Jahren in der Südbadenliga vertreten. Als die Saison im März 2020 abgebrochen wurde, standen die Gäste zwar auf dem letzten Tabellenplatz, doch wie gesagt lässt sich daran so gut wie gar nichts festmachen. In der vergangenen abgebrochenen Saison absolvierten sie sogar drei Spiele, aus denen jeweils ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage hervorging, was leider auch wenig Aussagekraft mit sich bringt. In die gleiche Kerbe schlägt auch Neu-Trainer Flaig: „Ich kann die Teams der Südbadenliga überhaupt nicht einschätzen und weiß auch nicht, wie Sie aus der Corona-Pause kommen.”

Aufgrund der schwer einschätzbaren Stärke des Gegners bleibt noch der Blick auf die eigenen Reihen. Im Februar hatte die Mannschaft das erste Mal Kontakt mit dem neuen Trainer, den damaligen Umständen geschuldet erstmal nur via Videokonferenz. Ab da wurde wöchentlich eine Online-Einheit zusammen absolviert, um zumindest die minimalen Grundlagen zu wahren, bevor man sich dann Mitte Mai zum ersten richtigen Training unter freiem Himmel zusammenfand. Die folgenden eineinhalb Monate wurden dann genutzt, um die Spieler nach der langen Pause wieder langsam ans „richtige“ Training heranzuführen, bevor ab dem 01. Juli die eigentliche Vorbereitung in der Halle anfing.

Dort ging es dann ans Eingemachte, die Jungs mussten die Automatismen der vergangenen Jahre abschütteln und sich mit den neuen Abläufen, die mit einem neuen Trainer einhergehen, vertraut machen. Sowas geht nicht von heute auf morgen, deswegen „werden wir in der Saison hauptsächlich auf uns schauen und uns auch nicht speziell auf die Gegner vorbereiten“ so Flaig. Seine Mannschaft sieht er dennoch an einem guten Punkt, auch wenn es in der Feinabstimmung natürlich noch Verbesserungsbedarf gibt, was auch daran lag, dass man in der Urlaubszeit im August kein Mal mit vollständigem Kader trainieren konnte. Die Testspiele gegen ausschließlich ligahöhere Gegner (Schutterwald, Willstätt, Steißlingen und Köndringen/ Teningen) stimmen ihn dennoch optimistisch. 

Einzige Sorge im Hinblick auf die Saisoneröffnung ist die angespannte Personalsituation, da man leider doch einige Verletzte zu beklagen hat. Mit Marius Schneider (Schulter), Pit Weber (Mittelfußbruch), Ruben Wohlfahrt (Knieprobleme), Christoph Muy und Moritz Faßbinder (Knorpelschaden im Knie) fehlen mehr oder weniger fünf Leute aus der ersten Sieben. Dennoch hat man genügend Spieler zur Verfügung, denn die ebenfalls neu ins Leben gerufene zweite Mannschaft (U23) bietet einige vielversprechende Talente, die jetzt ihr Können direkt beweisen können. Dementsprechend gespannt kann man auf das Spiel sein, wenn die junge Truppe um David Flaig zum ersten Mal in einem Pflichtspiel gefordert sein wird. Anpfiff in der Wentzingerhalle am Seepark im Freiburger Westen ist zu gewohnter Zeit um 20 Uhr. Zuschauer sind nur mit 3G zugelassen, aber auch hier der Hinweis, dass sich täglich etwas ändern kann. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

Johannes Hehn

Die Union

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