Ausrufezeichen zum Auftakt

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Über die zweite Garde der Handballunion war im Vorfeld dieser Saison doch einiges geschrieben und wahrscheinlich noch mehr gesprochen worden, war doch der Ansatz eines U21-Teams in der Landesliga als Sprungbrett zur ersten Mannschaft (SBL) ein Novum im Großraum Freiburg, wenn nicht noch viel weiter, gewesen. In den ersten Jahren der jungen Spielgemeinschaft wurde schon einiges versucht, um die Durchlässigkeit der A-Jugend zu den aktiven Herrenmannschaften dynamischer zu gestalten, doch die spärlichen Erfolge ebenjener Versuche in der Vergangenheit führten zu diesem, zumindest theoretisch, sehr radikalen Schritt in diesem Sommer. Durch die Aufnahme der HSG Freiburg in die Spielgemeinschaft Handballunion Freiburg (zuvor nur SFE und Alemannia Zähringen) musste sowieso einiges neu sortiert werden und so zeichnete sich in den vielen Gesprächen seit Frühjahr immer mehr ab, dass man mit den beiden sehr talentierten A-Jugend-Mannschaften der vergangenen Saison (Zähringen und HSG) mehr oder weniger geschlossen – mit wenigen Ergänzungen erfahrenerer Spieler –  auf aktivem Herrenniveau weiterarbeiten wollte. 

Als positiven Synergieeffekt der erneuten Fusion brachte die HSG mit Max Wachter, seines Zeichens Trainer der Herren 1 und damit (haupt-)mitverantwortlich für den großen sportlichen Erfolg der vergangenen Jahre gewesen, die perfekte Personalie direkt mit ein in die neu formierte Handballunion. Mo Faßbinder komplettiert das Trainerteam, auch er hat sich in seinen jungen Jahren schon einen guten Ruf als Jugendtrainer erarbeitet.

 Zusammen führen die beiden das sehr ambitionierte Projekt, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man in der Landesliga antreten wollte und würde – dieser Schritt wäre auch ein, zwei Ligen tiefer immer noch eine riesige Herausforderung gewesen.

Lange Rede kurzer Sinn, am gestrigen Sonntag war es dann soweit und das (sehr) junge Team konnte endlich in der Praxis beweisen was für ein Potential in ihm steckt, die Ergebnisse der Testspiele ließen auf einiges hoffen. Gegner war niemand geringeres als die HSG Dreiland, vergangene Saison auf Platz 6 beendet und auch dieses Jahr, unter anderem aufgrund der verkleinerten Landesliga-Süd-Staffel 2, als einer der Mitfavoriten gehandelt. Die HUF1 wird sich noch genau erinnern, wie unangenehm das Team aus dem Dreiländereck zu spielen ist, sie waren eines der beiden Teams gewesen, die letzte Saison überhaupt was gegen die Union mitnehmen konnte (30:30 im Hinspiel).

Dementsprechend gingen natürlich die Gäste aus dem Süden als Favorit ins Spiel in der mit coronabedingt nur 70 Zuschauern gefüllten Jahnhalle im Freiburger Norden. Alle die ein spannendes Duell erwartet hatten sollten nicht enttäuscht werden, von Anfang an entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Duell, das von zwei sehr gut stehenden Abwehrreihen bestimmt wurde. Wie Trainer Max Wachter im Vorfeld festgestellt hatte, ist die Zweiter der Union vom Personal das talentierteste Team aus der Liga, aber eben auch das jüngste und unerfahrenste – sowohl als Team als auch persönlich die einzelnen Spieler. So konnte Dreiland durch ihre Erfahrung und Eingespieltheit dem Sturm der jungen Wilden aus Freiburg standhalten bzw. sich dem zur Wehr setzen, zur Halbzeit hatten sie dann auch ihre Nase mit einem Tor leicht vorne (10:11). 

Nach der Halbzeit kam Dreiland allerdings besser aufgestellt aus der Kabine, ihr Trainer Igor Bojic hatte sich wohl in den ersten 30 Minuten ein besseres Bild der „Wundertüte“ Handballunion 2 machen können. Innerhalb kurzer Zeit setzten sich seine Mannen auf drei Tore ab, doch das Trainerduo Wachter/ Faßbinder reagierte ebenfalls und so war nach zehn Minuten wieder alles offen (16:16 41. Min). Leider schien danach dem jungen Team ein wenig die Nerven abzugehen, traf man nun doch zu oft die falsche Entscheidung und so konnte Dreiland Tor um Tor den Abstand wieder vergrößern (17:21; 49.). Doch abermals reagierte das Trainergespann der Hausherren und setzte mit einer Auszeit die richtigen Impulse und so arbeitete sich das Team angeführt von einem bockstarken Mario Peric (8 Tore) wieder heran, glich in der 55. Minute aus und führte sogar kurzzeitig mit einem Tor. Nach dem Ausgleich knappe vier Minuten vor Schluss dominierten die Abwehrreihen das Geschehen und es änderte sich nichts mehr am Spielstand, so stand am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Ebenfalls erwähnen muss man allerdings auch Keeper Oli Wiens, der nach einer Halbzeit am Vorabend mit der ersten Mannschaft erneut eine überragende Leistung auf den Platz brachte und das Unentschieden eine Minute vor Ende mit einem gehaltenen freien Tempogegenstoß besiegelte. Trotzdem ist der Sieg vorrangig dem leidenschaftlich kämpfenden und nie aufgebenden Kollektiv zu verdanken, die Art und Weise wie das Unentschieden geholt wurde macht Bock auf mehr!

Das gibt es dann nächsten Sonntag, es wartet eine schwere Auswärtsfahrt nach Todtnau auf die Jungs, die allerdings Blut geleckt haben dürften und mehr als heiß darauf sind, die nächsten Punkte einzufahren. Gespielt wird wieder am Sonntag um 16:30, Gästefans sind leider keine erlaubt.

Johannes Hehn

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