Nachbericht Unioneins – HSG Dreiland vs. Handball Union Freiburg | 07.10.2020

HSG Dreiland vs. Handball Union Freiburg 30 : 30 (15:16)

Leistungsgerechtes Unentschieden bei den Dreiländern

Landesliga Süd

Dieses Wochenende ging es für die Jungs der Handballunion aus Freiburg auswärts zur HSG Dreiland nach Lörrach, man wollte auch hier bestehen und seine bisher makellose Bilanz weiter ausbauen. Der Gegner war schwierig einzuschätzen, in der Vorsaison landeten die Dreiländer im Mittelfeld der Tabelle, es war aber klar, dass sich die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr gesteigert hatte. Im ersten Saisonspiel wurde die dritte Garde aus Konstanz haushoch geschlagen, im zweiten Saisonspiel hatte man sich erst nach hartem Kampf knapp dem Absteiger der Südbadenliga aus Waldkirch/ Denzlingen geschlagen geben müssen.

Außer dem schwierigen Gegner machte den Freiburgern zudem die eigene Personalsituation zu schaffen, man musste auf Philipp Vogt, Moritz Schmidberger und Johannes Hagelskamp verzichten, für letztgenannten war Nachwuchskeeper Oli Wiens mit an Bord.

Zu Beginn des Spiels merkte man beiden Teams die leichte Nervosität an, die Akteure aufm Feld spielten fahrig und oftmals unpräzise, grade in der Abwehr konnten sich beide Teams nicht auszeichnen. Es entwickelte sich ein abwechslungs- und torreiches Spiel, bei dem sich kein Team wirklich absetzen konnte, zwar war die HSG Dreiland in der 19. Minute zwei Treffer in Front (11:9) doch in die Kabine ging es mit einer ein-Tore-Führung für die Gäste (15:16). Diese hätte ohne Probleme auch drei oder vier Tore betragen können, doch durch zwei unnötige Ballverluste kurz vor der Pause und das Auslassen zahlreicher hochkarätiger Chancen, unter anderem zwei Siebenmetern, blieb es weiter eng.

Nach Wiederanpfiff zeigten sich die Hausherren jedoch deutlich zielstrebiger und griffiger, gerade in der Abwehr brachte man so die weiterhin nervös agierenden Jungs der Union jetzt öfter an ihre Grenzen, vorne gelangen einfache Tore und auf einmal stand es nach einem 7:1 Lauf 22:17 nach zehn gespielten Minuten in Durchgang Nummer zwei. HU-Coach Eble reagierte, nahm die Auszeit und stellte die Mannschaft um, unter anderem stand jetzt der junge Oli Wiens zwischen den Pfosten. Die Maßnahme zeigte Wirkung, man besann sich nun mehr auf die eigenen Stärken, vor allem in der Abwehr packte man zwei Schippen oben drauf und stand deutlich kompakter. Zudem besaß das Angriffsspiel der Freiburger auf einmal eine bemerkenswerte Ruhe, der Ball lief viel flüssiger und sicherer und so kämpfte man sich Tor für Tor, unterstützt durch starke Paraden des jungen Keepers, wieder heran, in der 54. Minute stand erneut der Ausgleich durch den in dieser Phase starken Stefan Möhrle (26:26). Die Schlussphase war dann folgerichtig hitzig geführt, die Gäste aus Freiburg konnten knapp eineinhalb Minuten vor Schluss sogar den Führungstreffer erzielen (29:30). Dreiland nahm ihre verbliebene Auszeit und besprach sich nochmal, doch die Abwehr der Gäste stand nun gut und ließ wenig zu, bei einem Verzweiflungswurf aus dem Rückraum 30 Sekunden vor Ende pfiffen die Schiedsrichter allerdings eine umstrittene Zeitstrafe gegen die Freiburger und so war auch das angezeigte Zeitspiel passé. Nur fünfzehn Sekunden später avancierten die beiden Unparteiischen dann endgültig zu den Hauptprotagonisten der Schlussphase, als sie erneut eine, diesmal noch unverständlichere, Zeitstrafe gegen die Freiburger aussprachen und sie somit in doppelte Unterzahl brachten. Diese Chance ließen sich die Gastgeber dann nicht mehr nehmen und glichen wenige Sekunden vor Ende zum 30:30 Endstand aus, der Frust war nach Abpfiff auf Freiburger Seite natürlich groß, fühlte man sich am Ende doch ein wenig um den Sieg gebracht.

Insgesamt muss man aber festhalten, dass das Unentschieden leistungsgerecht ist, ein Sieg wäre am Ende doch etwas glücklich gewesen, dafür hatte man zu viele Fehler gemacht und zu löchrig in der Abwehr agiert. Die Mannschaft hat dennoch enorme Moral bewiesen, auch die Art und Weise, wie das immer noch sehr junge Team mit dem Rückstand umgegangen ist, ist sehr positiv zu bewerten und zeigt die Weiterentwicklung und das Potential des Teams.

Nächstes Wochenende kommt die HG Müllheim/Neuenburg zu Gast in die Jahnhalle nach Zähringen, Anpfiff ist am Samstagabend um 20 Uhr, hier kann sich die Mannschaft wieder auszeichnen und den nächsten Sieg holen. Vielen Dank auch an der Stelle an die mitgereisten Fans für die tolle Stimmung, wir hoffen, dass auch am nächsten Wochenende zahlreiche Fans ihren Weg in die Halle finden!