Philipp Vogt im Interview „Felix Verletzung hat mich sehr beschäftigt“.

Die Union Redaktion traf sich diese Woche mit unserem Goalgetter Philipp Vogt. Mit Philipp sprachen wir über den wichtigen Sieg gegen TuS Ringsheim sowie über die Entwicklung und Stärken der jungen „Unioner“ Mannschaft. Abschließend geht Philipp auch auf die schwere Verletzung seines Zwillingsbruders Felix Vogt ein. 

  1. Nach der Niederlage in Steißlingen konntet ihr euch gegen den TuS Ringsheim rehabilitieren. Wie wichtig war der Heimsieg gegen den TuS Ringsheim?

Der Sieg war für uns sehr wichtig. Ich glaube man hat in der Woche nach Steißlingen gemerkt, dass der Frust über die eigene Leistung vorhanden war. Wir haben uns nach der kritischen Spielanalyse vorgenommen, eine gute Trainingswoche zu absolvieren. Das haben wir meiner Meinung sehr gut umgesetzt und sind demnach sehr motiviert in das Spiel gegen den TuS Ringsheim gestartet. Nach dem Sieg gegen Ringsheim besteht weiterhin die Möglichkeit, dass wir diese Saison ohne eine Niederlage in den Heimspielen absolvieren. Das wollen wir unbedingt als Mannschaft schaffen.

2. Im vergangenen „Union Interview der Woche“ sprach unser Spielmacher Gerrit Bartsch davon, dass man realistisch bleiben muss. Die Gründe hierfür sei die junge Altersstruktur  der Handball Union Freiburg. Wie schätzt du die Entwicklung ein?

Ich glaube Gerrit hat den Kern getroffen. Nicht nur die erste Mannschaft der Handball Union Freiburg ist jung, auch das Projekt „Handball Union Freiburg“ ist immer noch in den Kinderschuhen (das Projekt Handball Union Freiburg startete vor drei Jahren). Dementsprechend brauchen alle Bereiche um das Projekt „Handball Union Freiburg“ seine Zeit. Diese Zeit müssen wir uns alle auch geben, aber ich finde das wir auf einen sehr guten Weg sind und die Entwicklung Schritt für Schritt voran getrieben wird.

3. Was macht euch als Mannschaft im Gegensatz zur letzten Saison 2017/2018 so stark?

Wir haben drei gute Torhüter und eine stabile, offensive Abwehr. Wir kriegen im Schnitt keine 25 Gegentore. Das ist die Grundbasis für unser schnelles Handballspiel nach vorne. Nach Ballverlusten laufen wir in dieser Saison 2018/2019 eine sehr gute erste und zweite Welle.

Des Weiteren muss ich ein Lob an die sportliche Leitung, um Dominic Ruh und Roman Rotzinger aussprechen. Die Mannschaft wurde nach der schwierigen letzten Saison zusammengehalten und mit Moritz Schmidberger und Gerrit Bartsch zwei  gute Verstärkungen hinzu geholt. Wer unser „Schmidi“ kennt weiß, dass er positiv verrückt ist. Er gibt in jeder Trainingseinheit und jedem Spiel 110% Einsatz. Und Gerrit spielt seine Erfahrung & Routine aus, trotz der Tatsache das er drei Jahre kein Handball gespielt hat. Alles in allem glaube ich aber, dass es mannschaftlich bei uns Auf und Neben dem Parkett super funktioniert – und das ist unser absolutes Erfolgsrezept.

4. Du bist der „Unioner“ Siebenmeter-  und Torschütze vom Dienst – was sind die Gründe dafür, dass du nach deinem Kreuzbandriss wieder so gut in die Spur gefunden hast?

Ich hab nach meiner Verletzung hart in der Reha gearbeitet, sodass ich wieder zu 100% fit werde. Und nach so einer unfreiwilligen Pause habe ich wieder richtig Lust auf Handball bekommen. Mit den oben genannten Gründen macht das Handballspielen richtig Spaß und das Tore werfen hab ich nicht verlernt.

5. Dein Zwillingsbruder Felix hat sich nach wenigen Spieltagen ebenfalls das Kreuzband gerissen. Wie sehr schmerzt es, dass ihr beide nicht mehr gemeinsam auf dem Parkett spielen könnt und auch nicht spielen werdet (Felix beendete daraufhin seine Handballkarriere)?

Schwieriges Thema. Ich muss sagen, dass mich kurz nach der Diagnose und dem verbundenen Karriereende von Felix, die Nachricht geschockt hat. In den Trainingseinheiten danach hat mich das schon beschäftigt. Aber ich war sehr überrascht, wie gut Felix damit umgegangen ist. Hinzukam, dass auch hier die sportliche Leitung schnell reagiert und Felix anderweitig in den Verein eingebunden hat. Die Schlussfolgerung war, dass wir beide kaum Zeit hatten, darüber nachzudenken, denn der Ligaalltag ging für mich weiter und Felix ging über in Reha- Maßnahmen sowie seinen neuen organisatorische Aufgaben bei der Handball Union Freiburg. Vielleicht werden wir beide das nach der Saison nochmal verarbeiten müssen.

6.  Abschließend, blicken wir voraus. Wie ist deine Einschätzung bezüglich dem Projekt Handball Union Freiburg – war es die richtige Entscheidung die Kräfte in „Handball Freiburg“ zu bündeln? 

Ein klares JA. Ich glaube man sieht, dass sich um die Handball Union Freiburg einiges entwickelt. Hinzukommt, dass wir mit unserem sportlich guten Leistungen dazu beitragen, dass sich beide Stammvereine immer weiter annähern und die Akzeptanz für das Projekt steigen. Bisher hat man es geschafft, aus zwei Vereinen ein cooles Projekt auf die Beine zu stellen. Wichtig ist nur, dass man fortlaufend und stetig am Projekt weiterarbeitet und neue innovative Wege geht. Ich glaube an das Projekt und bin mir sicher, dass der Handball in Freiburg eine Zukunft für höhere Aufgaben hat.

Philipp die „Union Redaktion“ bedankt sich für deine Zeit.