Unerwarteter Start-Ziel-Sieg

HU II – HBL Heitersheim 29:22

Vergangenen Sonntag präsentierte sich die Landesliga-Reserve der HU Freiburg von ihrer besten Seite und fuhr einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Die Mannschaft zeigte dabei in der 1. Halbzeit eine überragende Abwehrleistung, was dem geneigten Publikum das eine oder andere „Oh“ und „Ah“ und sogar zwei Freudenpfiffe (s.u.) entlockte.

Schlüssel zum Erfolg war eine erste Hälfte, in der die Hausherren die Abwehr kompakt und aggressiv stellten und Hendrik dahinter im Tor eine Spitzenleistung zeigte, so dass dem Gegner gar nichts gelang: Anspiele an den robusten Kreisspieler? Abwehr durch hohes Tempo auseinanderziehen? Gewonnene 1-gegen-1-Situationen? Rückraumwürfe? Erfolg über außen? Nichts davon ließ die HU-Abwehr zu, und wenn doch, dann machte „man-of-the-match“ Hendrik mit unglaublichen Paraden alle Hoffnungen zunichte. Unzählige sensationell gehaltene freie Bälle, ein gehaltener Siebenmeter, das Aushalten zweier Volltreffer auf den Kopf, durchhaltende, unermüdliche Anfeuerungen an die Vorderleute: Hendrik brannte und machte sein bisher bestes Saisonspiel – und das im Anschluss an einen neunstündigen Arbeitstag. Herausragend!

Das Spiel wurde im ersten Durchgang schnell und intensiv geführt. Beide Mannschaften rannten im Angriff verbissen an, scheuten auch den Kontakt und den Weg in die Tiefe nicht und überforderten das Schiedsrichter-Duo des Öfteren. Das ansonsten zumeist sehr souverän leitende Gespann traf an diesem Abend kaum einen glücklichen Pfiff und sorgte mit dafür, dass das Spiel schnell hitzig wurde. Schrittfehler wurden grundsätzlich nicht gesehen, andererseits aber viele Abwehraktionen nach dem 3. Schritt geahndet. Es fehlte die klare Linie, gleiche Vergehen wurden unterschiedlich bestraft. Für Erstaunen und Unmut in beiden Lagern wurden dann wiederum 2 Minuten-Strafen verhängt und, aufgrund zweier Fingerpfiffe aus dem Zuschauerraum, nach 20 Minuten (9:4) dem Plenum sogar mit dem Spielabbruch gedroht.

Es war phasenweise vogelwild und doch behielt die HU Freiburg den kühleren Kopf und wusste Kapital aus ihren Chancen zu schlagen. Mit einer äußerst niedrigen Fehlwurfquote und einem Doppelpack unmittelbar vor der Pause wurde der Abstand auf satte neun Tore hochgeschraubt (16:7, 30‘).

Ein letzter Versuch der Löwen, sich nach der Pause aufzubäumen, wurde unmittelbar im Keim erstickt (18:8, 33‘). So ergaben sie sich in ihr Schicksal und das Spiel beruhigte sich merklich. Die Erfolgs- und Fehlerquoten beider Teams glichen sich nun. Auf Seiten der siegessicheren HU wurde nun auch munter durchgewechselt, ohne dass es im Spielfluss groß auffiel. Bei den enttäuschten Heitersheimern wurden noch zwei unnötige Frustfouls gezogen, ohne dass sie den Schiedsrichtern auffielen. Der Vorsprung pendelte konstant zwischen neun und sieben Toren, am Ende einigte man sich auf ein leistungsgerechtes 29:22.

Es war eine mannschaftlich sehr geschlossene Leistung, weswegen es schwerfällt, einzelne Feldspieler gesondert hervorzuheben, aber: der Innenblock hat in jeder Formation perfekt funktioniert, Joe hat in der Abwehr solange unermüdlich gekämpft, bis ihn die Schiedsrichter mit 3×2 Minuten vom Platz stellten. Timmy war sehr treffsicher vom Punkt und zusammen mit Rui Haupttorschütze. Felix hat sich am Kreis super behauptet und fünffach eingenetzt. Vincent ist gleich doppelt positiv aufgefallen: mit einem extravaganten Gegenstoßtor und mit dem Verhindern eines Gegenstoßes durch, man glaubt es kaum, schnelles Zurücklaufen(!).

Der Dank der HU2 geht auch an die zahlreichen und lautstarken Fans in der Halle und an Mo ‘the drum‘ Schmidberger. Das Team freut sich auf zahlreichen Besuch beim nächsten Heimspiel (So., 10.03.19, 18 Uhr) und hofft, gegen Ringsheim 2 eine ebenso starke Leistung zeigen zu können.

Bericht: Markus Kapfer

Es spielten Hendrik Dittmers und Markus Kapfer im Tor, Rui Maio (6), Tim Vogt (6/4), Felix Fink (5), Vincent Idstein (4), Johannes Roming (3), Justus Häfner (3), Mario Ilic (1), Christoph Bauer (1), Moritz Hoffmann, Max Mylo