Die Herren 1 dominiert vor eigenem Publikum

Die Erfolgsgeschichte geht weiter Landesliga Süd: Die Herren 1 dominiert vor eigenem Publikum ihr nächstes Topspiel und grüßt nach sechs Siegen in Folge weiter mit weißer Weste von der Tabellenspitz.

HU Freiburg – SG Schenkenzell/Schiltach 30:23 (17:12)

Eine Woche nach dem souveränen Auswärtssieg in Pfullendorf ist unserer Herren 1 gegen das nächste Topteam der Landesliga Süd eine eindrucksvolle Demonstration ihrer momentanen Stärke gelungen. Vor gut gefüllten, stimmungsvollen Rängen in der heimischen Wentzinger-Halle siegte die Handball Union nach einer zwischenzeitlichen Führung mit elf Toren am Ende souverän mit 30:23 (17:12) gegen die SG Schenkenzell/Schiltach. Das Erfolgsrezept der HU lautete dabei wie bereits so oft in dieser Saison: absoluter Siegeswille und Einsatz gepaart mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.
„Ich bin ja nicht nur Trainer, sondern auch ein großer Fan meines Teams. Und wenn ich dann das Spiel bis zur 48. Minute zusammenfassen muss, dann gibt es für mich keine passenderen Worte als: einfach geil. Die Bereitschaft meiner Spieler war grandios. Auf diese Art und Weise hat der Sieg so unheimlich leicht gewirkt – obwohl es knallharte Arbeit war, die Begegnung in dieser Deutlichkeit für uns zu entscheiden. Den Matchplan haben alle minutiös umgesetzt“, wirkte HU-Trainer Jonas Eble nach der Partie richtig mitgerissen vom Auftritt seiner Spieler. Doch nicht nur das Geschehen auf dem Feld beeindruckte den Trainer, auch die wieder einmal tolle Unterstützung von den Rängen zauberte ihm ein Lächeln auf die Lippen: „Unsere Fans waren wieder bereit, meine Jungs von Beginn an lautstark zu unterstützen – besten Dank dafür! Dementsprechend haben sie auch wieder einen großen und nicht zu vergessenden Anteil an diesem tollen Heimerfolg.“ Co-Capitano Marius Schneider erklärte nach dem Schlusspfiff freudestrahlend: „Wir haben in der Abwehr sehr gut gestanden und konnten durch die so erzwungenen Ballgewinne auch einige einfache Tore machen. Insgesamt war es eine sehr beeindruckende Mannschaftsleistung.“
In der Anfangsphase schien der sechste Erfolg im sechsten Spiel für die Handball Union jedoch noch alles andere als Gewiss. Mit schnell vorgetragenen Angriffen bot Schenkenzell dem Tabellenführer Paroli und lag, angeführt von seinem insgesamt neunfachen Torschützen Julian Armbruster, in der 10. Minute gar mit 6:5 in Führung. Danach jedoch stabilisierte sich die HU-Abwehr und provozierte immer wieder leichte Ballverluste der Gäste, die von den Hausherren per Gegenstoß oder 2. Welle zum sukzessiven Ausbau ihrer Führung genutzt werden konnten. „Die ersten Minuten war es noch ein offenes Spiel. Danach konnten wir aber durch eine stabile Abwehr mit solider Torhüterleistung den Gegner zu Fehlern zwingen und uns absetzen“, analysierte Linkshänder Philipp Vogt, der mit insgesamt sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der HU war. „Ein Sinnbild der ersten Halbzeit, dass sich bei mir eingeprägt hat, war das Kontertor von Sascha Winkler zum 10:7 (17.). Da hat unser Capitano, obwohl von zwei Gegenspielern attackiert und dadurch quasi ohne Sicht zum Tor, als Kreisspieler den Ball aus 10 Metern mit aller Willensstärke in den Winkel gezimmert – als gäbe es kein Morgen mehr.“
Trotz der 17:12-Führung zur Pause kam die Handball Union mit ungebremstem Schwung aus der Kabine und baute ihren Vorsprung weiter aus. „Wir haben das Spiel gegen Ende der ersten Halbzeit und am Beginn der Zweiten gewonnen. Wir sind nach dem Seitenwechsel sehr heiß aus der Kabine gekommen und konnten so den Abstand gar beim zwischenzeitlichen 27:16 (47.) auf elf Treffer ausbauen“, fasste Marius Schneider die entscheidende Spielphase zusammen. Philipp Vogt ergänzte: „Ab Mitte der zweiten Hälfte haben die Gäste versucht, mit einer Manndeckung in ihrer Defensive und dem siebten Feldspieler im Angriff noch einmal in Schlagdistanz zu gelangen. Wir konnten unseren Vorsprung aber letztlich souverän verwalten und gewinnen am Ende auch in der Höhe verdient mit 30:23.“ Ein besonderes Lob von ihrem Coach Jonas Eble erhielten unsere beiden Rückraumshooter Razvan Moldovan und Nino Matosic: „Für Razvan freut es mich, dass er mit seinen fünf Toren endlich den Zuschauern mal zeigen konnte, welches Potential in ihm steckt. Bei Nino beeindruckte mich seine geringe Fehlerzahl und seine mannschaftsdienliche Spielweise. So könnte ich jetzt aber auch bei jedem Spieler positive Eigenschaften nennen, die er eingebracht hat.“
Mit 12:0-Punkten grüßt die Handball Union nun weiter mit weißer Weste von der Tabellenspitze der Landesliga Süd. Aufgrund der Patzer von einigen Verfolgern befindet sich mittlerweile nur noch der TV Herbolzheim als Zweiter mit 10:2 Punkten in unmittelbarer Schlagdistanz. Am nächsten Samstag (03.11.2018) steht nun für unsere Mannschaft um 19.30 Uhr das Gastspiel bei der SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen auf dem Programm.
HU Freiburg: Hagelskamp, Breitbart; Schneider 3, Böhringer, Matosic 2, Bartsch 4, Kuhn 1, Moldovan 5, P. Vogt 7/5, Schmidberger 5, Winkler 2, Bühler 1, Luhr.