Herren 1 Saisonvorschau

Die Handball Union Freiburg belegte vergangene Saison in der Abschlusstabelle der Liga den 11. Tabellenplatz und spielt somit auch in der Saison 2018/2019 in der Landesliga. Das Team fühlt sich gut vorbereitet und vor allem mit viel jugendlichem Elan fit für die kommende Saison. Das liegt zum einen daran, dass die Handball Union mit einer jungen Mannschaft antritt und zum anderen an der Aufbruchsstimmung, die deren Chefcoach Jonas Eble verbreitet.

Nach dem Kampf um den Klassenerhalt und die damit verbundenen vielen Negativerlebnisse der letzten Saison, was die Ergebnisse angeht, fühlt er sich gleich in seiner ersten Saison bei den Handballern aus Freiburg mit einer der größtmöglichen Herausforderungen konfrontiert. Dementsprechend soll in der kommenden Spielzeit wieder eine stärkere Fokussierung auf die sportlichen Visionen der Spielgemeinschaft erfolgen. Dies ist die dauerhafte Etablierung von Leistungshandball in der Stadt Freiburg.

Dazu gehört als nächster Schritt die Weiterentwicklung der ersten Mannschaft in der Landesliga. Auch die sportliche Leitung um Dominic Ruh und Roman Rotzinger weiß, dass dafür einige Zeit benötigt wird. Die Kaderzusammenstellung führt zu einem Durchschnittsalter der Mannschaft in der kommenden Saison von 24 Jahren. Ruh und Rotzinger halten an ihrem eingeschlagenen Weg fest und geben zu verstehen: „Die HU ist sich des Umbruchs bewusst und leitet mit einem neuem Trainer und der Philosophie, den jungen Spielern aus den eigenen Reihen eine Chance zu geben, eine neue Zeitrechnung ein.“ Vor allem von den jetzigen A- (Südbadenliga) und B-Jugendlichen (Oberliga BW) sollen einigen Eigengewächsen in den kommenden Jahren der Weg aus den beiden Stammvereinen in die erste Herrenmannschaft geebnet werden. Dazu kommt, dass Cheftrainer Jonas Eble voll hinter diesem Konzept steht, und muss dennoch beim Gedanken an den Altersdurchschnitt konstatieren: „Wir sind sprichwörtlich erst am Anfang.

Das ist zum einen dem Alter meiner Spieler geschuldet und zum anderen, dass wir erst acht Wochen zusammenarbeiten“, erklärt der stets positiv denkende und gut gelaunte Übungsleiter mit einem breiten Lachen und spricht danach mit sehr viel Respekt über das, was seine Jungs in den einzelnen Trainingseinheiten leisten. „Zu welchen Ergebnissen das führt weiß ich nicht, aber je konzentrierter und intensiver gearbeitet wird, desto größer ist die Chance, dass die Leistung im Spiel idealerweise in Qualität ausartet“, so Eble, der sich sicher ist, dass „wir durch Leidenschaft, Laufbereitschaft, taktische Disziplin und absolutes Vertrauen in die jungen Spieler unsere Spielidee permanent weiterentwickeln werden.“ „Wir haben die Mannschaft mit Spielertypen ergänzt (Gerrit, Moritz oder Philipp), von denen wir charakterlich absolut überzeugt waren, dass sie den Teamgeist auf das Positivste beleben werden und nebenbei alles dafür tun, um der Mannschaft zu helfen, besser Handball zu spielen”, findet HU-Trainer Eble, der nach den vergangenen Vorbereitungswochen bestätigt „bis jetzt ist die Einschätzung eins zu eins eingetroffen“. Welches Vertrauen er in die jungen Spieler setzt, wird dann deutlich, wenn er mit einer Selbstverständlichkeit darüber spricht, dass Marius Schneider, gerade einmal 19 Jahre alt, das Amt des Vize-Mannschaftskapitäns innehat, und sich dieses mit einem der erfahrensten Spieler, Sascha Winkler, teilt.

Dementsprechend bereitet sich die Handball Union Freiburg, akribisch und mit der nötigen Konzentration auf eine schwere, aber sportlich unheimlich reizvolle Landesliga-Saison vor. HU-Trainer Eble, der die Trainingsarbeit der letzten zwei Monate als unheimlich intensiv und fordernd beschreibt, aber auch die Fortschritte im Entwicklungsprozess positiv hervorhebt. Was das Saisonziel der HU Freiburg betrifft hat sich die Mannschaft und das Trainerteam kein Ziel gesetzt, das an einem Tabellenplatz festgemacht werden kann: „Wir wollen mit unseren Möglichkeiten alles aus der kommenden Saison herauspressen. Formale Ziele zu formulieren haben noch keinem Menschen geholfen, diese zu erreichen, und schon gar nicht wenn noch 13 andere Mannschaften mitmischen und Ambitionen haben.

Dementsprechend ist unsere einzige Prämisse, nämlich die Art und Weise, wie wir die Spiele angehen wollen, intern klar definiert.“ Eines steht jedoch fest: wer den „Neuen“ an der Seitenlinie der Freiburger Handballer kennt, weiß was das für die Spiele heißt: Engagement und Leidenschaft bis an den Anschlag, so dass die Auftritte der Blau-Weißen wieder zu etwas Besonderem werden. Der Chefcoach selbst formuliert es mit „Heimspielatmosphäre schaffen“ und sieht die Zuschauer dabei als extrem wichtigen Teil eines jungen und vor allem gemeinsamen Projekts. Dabei erinnert er sich gerne an längst vergangene Zeiten in der stimmungsgeladenen Jahnhalle. „Siege kann ich nicht versprechen, aber eine Mannschaft die mit bedingungslosem Einsatz und Leidenschaft auftritt und alles dafür tun wird, den Gegner vor die größtmöglichen Probleme zu stellen“, lauten die Schlussworte des Übungsleiters, die man beim Blick in dessen Gesicht für keinen Moment in Frage stellt. (Bericht: Clemens Schiel, Dominic Ruh, Jonas Eble).